Die Entstehung unseres Vereines

Im Jahre 2001 hatten sich einige Mönchweiler ein Herz gefasst und und den Schritt gewagt, im bis dahin gar nicht so närrischen Mönchweiler eine Narrenzunft zu gründen.

Im benachbarten Villingen gibt es ja schon lange eine historische Fasnet, aber in unserem Dorf waren schon manche Versuche im Sande verlaufen, eine eigene Fasnet zu etablieren. Auch wir hatten in der Anfangszeit mit der einen oder anderen Schwierigkeit zu kämpfen, aber der Erfolg hat uns mit den Jahren dann doch Recht gegeben.

Eine weitere Hexen- oder Teufelzunft wollten wir nicht gründen - davon gab es in der Umgebung schon genug. Wir wollten unserer Narrenfigur ein historisches Vorbild geben und wurden in unserer Ortschronik fündig. Im 19. Jahrhundert lebte in Mönchweiler der Schneider Matthias Kratt, der einen kleinen Schönheitsfehler hatte: Beim Ziehen eines Zahnes wurde wohl ein Nerv verletzt, uns seither hatte er einen schiefen Mund, was in unserer Mundart eben ein "schelbes Mul" ist - deshalb auch sein Spitzname "Schelbmuler". An dieser Figur also orientiert sich unsere Scheme und unser Häs.

Unsere Narrenzunft heute

Mit den Jahren sind nun schon einige schöne Höhepunkt der Mönchweiler Fasnet entstanden, so z. B. am Schmotzigen Donnerstag das Stürmen von Rathaus, Schule und Kindergärten, das Narrenbaumstellen, der Zunftball am Fasnet-Freitag und der Umzug durch Mönchweiler am Fasnet-Dienstag. Vor und an der Fasnet sind wir natürlich auch immer wieder unterwegs, um uns auch außerhalb unseres Dorfes bei Umzügen zu zeigen und mit anderen Zünften zu feiern.

Damit aber nicht genug: Zu einem richtigen Verein gehören natürlich auch gemeinsame Unternehmungen, Wanderungen, Mitwirkung an Dorffesten, ein monatlicher Stammtisch, ein Männerballett, Sommerfestle und Weihnachtsfeiern und vor der Fasnet natürlich auch jede Menge lustige Proben für das Programm am Zunftabend.

Und seit einigen Jahren können wir auch ein Vereinsheim unser eigen nennen, das in vielen arbeitsreichen Stunden entstanden ist. Zusammen mit zwei anderen örtlichen Vereinen teilen wir uns das Gebäude der alten Milchzentrale und haben dort unsere eigenen gemütlichen Räumlichkeiten.

Unser zweites Häs

Nachdem unsere Jugendlichen im Verein schon länger den Wunsch nach einem anderen Häs geäußert hatten, haben wir uns gemeinsam Gedanken gemacht - und dabei ist dann der "Mähl-Bolle" herausgekommen. Warum Mähl-Bolle? Wir Mönchweiler werden in der Umgegend schon seit früheren Zeiten die "Mehligen" oder die "Mehl-Bollen" genannt. Warum das so ist, dazu gibt es zwei Theorien: Zum einen soll es mit dem Bau der Schwarzwaldbahn zusammenhängen, andere führen es auf die besondere Aussprache des Wortes "Mehl" in unserem Dialekt zurück. Egal - unser Mähl-Bolle ist weiß, mehlig, staubig und findet Anklang!

Wer uns kennen lernen will

Die nächste Fasnet kommt bestimmt, da sind wir dabei! Und wer nicht so lange warten will: Der monatliche Stammtisch wird immer auf der Homepage unter "Termine" und im Mitteilungsblatt der Gemeinde Mönchweiler bekannt gegeben; hier ist jede(r) herzlich willkommen! Und auch auf den Link "Kontakt" darf man gerne klicken und uns anschreiben!